{"id":310,"date":"2017-02-28T15:16:05","date_gmt":"2017-02-28T14:16:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fit-n-ess.com\/?p=310"},"modified":"2017-06-21T11:44:01","modified_gmt":"2017-06-21T10:44:01","slug":"fasten-40-tage-bewusster-essen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fit-n-ess.com\/index.php\/fasten-40-tage-bewusster-essen\/","title":{"rendered":"Fasten: 40 Tage bewusster essen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #339966;\"><strong>Fasten<\/strong><\/span>: Morgen ist Aschermittwoch, der klassische Beginn der <strong>Fastenzeit<\/strong>. F\u00fcr viele ein Grund und Anlass, sich von <strong>unliebsamen<\/strong> <strong>Gewohnheiten<\/strong> und <strong>Eigenschaften<\/strong> zu trennen. Doch was genau dahinter steckt, ist vielen gar nicht mehr so bewusst.<\/p>\n<blockquote><p><em>fasten (Verb): <span class=\"lexem\">sich f\u00fcr eine bestimmte Zeit ganz oder teilweise der Nahrung enthalten oder auf den Genuss bestimmter Speisen verzichten<\/span>.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das sagt uns der <a href=\"http:\/\/www.duden.de\/rechtschreibung\/fasten\">Duden\u00a0<\/a> zu dem Thema. Gem\u00e4\u00df dieser Definition, faste auch ich <strong>jedes Jahr wieder<\/strong> gerne. Durchhalteverm\u00f6gen und Erfolg korrelieren dabei negativ mit der Anzahl der Jahre, in denen ich den Versuch gestartet habe. Das ist nat\u00fcrlich leicht frustrierend und nimmt dem diesj\u00e4hrigen Fastenstart schon vorweg die Grundlage zum Gelingen. Aber, was will mir dabei eigentlich gelingen? Und woran liegt mein Scheitern? Habe ich mir zu hohe Ziele gesteckt oder dieses <em>&#8220;Fasten&#8221; <\/em>einfach nicht richtig verinnerlicht &#8211; und damit inkonsequent umgesetzt?<\/p>\n<p><strong>Von Hintergr\u00fcnden und Motivation&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich haben Gl\u00e4ubige seit dem Mittelalter ab Aschermittwoch \u00a040 ganze Tage bis Ostersamstag auf einige Nahrungsmittelgruppen verzichten: Fleisch, Eier, Milchprodukte und Alkohol. Ausgenommen sind kalendarisch allerdings die Sonntage, als \u201eFeiertage vom Fasten und B\u00fc\u00dfen\u201c. Achso. Der Ausnahmetag wurde historisch also schon eingebaut, finde ich gut.<\/p>\n<p>Heutzutage nimmt man das alles aber insgesamt nicht mehr so eng. Nach protestantischen Verst\u00e4ndnis ist es von jedem selbst zu entscheiden, welches Lebensmittel pers\u00f6nlich f\u00fcr das eigene Fasten geeignet ist. \u00a0Gefastet wird daher modernerweise oftmals von <strong>zeitgen\u00f6ssioschen S\u00fcnden<\/strong> wie S\u00fc\u00dfkram, Zigaretten, Alkohol oder \u2013 sehr sinnvoll!- dem Handy. Es geht hierbei dann mehr um den <strong>Bruch mit schlechten Gewohnheiten<\/strong>. Auch Luther empfahl das Fasten im Rahmen der Reformation mehr als \u201efeine, \u00e4u\u00dferliche Zucht\u201c, denn als Mittel zu Heil und Gesundheit.<\/p>\n<p>Dennoch wird gut und gerne, abseits religi\u00f6ser Beweggr\u00fcnde, der Gesundheit zuliebe gefastet.. Nennt sich dann \u201e<strong><em>Heilfasten<\/em><\/strong>\u201c, wobei das mit dem Heilen so wissenschaftlich nicht so wirklich bewiesen ist, dass tats\u00e4chlich Krankheitszust\u00e4nde dauerhaft verbessert werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr einige liegt die Motivation ganz klar darin, nach den feisten Weihnachtsfeiertagen im neuen Jahr, schnell mal etwas in Richtung <strong>Bikini-Figur<\/strong> zu unternehmen. Also her mit der Fastenkur! Als Abnehmmethode ist Fasten allerdings<strong> weniger geeignet<\/strong>. Jedoch kann man eine Fastenkur als Beginn f\u00fcr eine langfristige Ver\u00e4nderung nutzen. Der Verzicht auf Nahrung soll den K\u00f6rper wieder ins Gleichgewicht bringen und das S\u00e4ttigungs- bzw. Hungergef\u00fchl wieder herstellen.<\/p>\n<p>Bei vielen wirkt sich das Fasten auch <strong>positiv auf die Stimmung<\/strong> aus: Enthaltsamkeit kann gl\u00fccklich und ausgeglichen machen. Man wird selbstzufriedener, f\u00fchlt sich wohler und hat gef\u00fchlt mehr Energie.<\/p>\n<p>Es gibt auch Menschen, die im Sinn haben, mit dem Fasten sogenannte <em><strong>&#8220;Schlacken&#8221;<\/strong><\/em> aus dem K\u00f6rper zu schwemmen, was auch immer das sein mag. Naturwissenschaftlich ist das nicht nachvollziehbar. Aus Sicht der Schulmedizin handelt es sich hierbei um alternative Fakten ;). Die DGE sagt hierzu:<\/p>\n<blockquote><p>\u201ein einem gesunden menschlichen K\u00f6rper (gibt es) keine Ansammlungen von Schlacken und Ablagerungen von Stoffwechselprodukten. Nicht verwertbare Stoffe werden bei ausreichender Fl\u00fcssigkeitszufuhr \u00fcber den Darm und die Nieren ausgeschieden\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Und genauso ist es: Unser K\u00f6rper ist in der Lage, sich sehr gut selber zu entgiften, auch ohne dass wir Fasten.<\/p>\n<p><strong>Bei Risiken und Nebenwirkungen&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Vor dem Fastenstart ist es sinnvoll, mit seinem <strong>Arzt<\/strong> R\u00fccksprache zu halten, ob es irgendwelche <strong>Einschr\u00e4nkungen<\/strong> gibt. Nicht Fasten sollten schonmal Menschen, die ohnehin untergewichtig sind und von nichts \u201ezehren\u201c k\u00f6nnen. Das gleiche gilt f\u00fcr den psychischen Zustand: Fasten kann ebenso am Gem\u00fct \u201ezehren\u201c und daher ist es hier auch wichtig, i<strong>n einigerma\u00dfen guter Verfassung<\/strong> zu sein. Bei bestimmten Erkrankungen sollte man ebenfalls darauf verzichten. Das kl\u00e4rt dann der Arzt ab. Au\u00dferdem sollten werdende oder frischgebackene M\u00fctter, sowie Kinder nicht fasten. Ist aber auch irgendwie logisch!<\/p>\n<p>Weiter zu Bedenken: Beim sogenannten<strong> \u201eNull-Fasten\u201c<\/strong> verzichtet man g\u00e4nzlich auf Nahrung und nimmt nur Fl\u00fcssigkeit zu sich. Es verschwinden zwar die Kilos, jedoch bestehen diese zu einem gro\u00dfen Teil auch aus Wasser und <strong>Muskelmasse<\/strong>. Diese erh\u00e4lt sich n\u00e4mlich nicht einfach so selber. Der K\u00f6rper ben\u00f6tigt f\u00fcr den Stoffwechsel eine gewisse Menge an Eiwei\u00dfen. F\u00fchrt man keine zu, bedient er sich an seinen k\u00f6rpereigenen Speichern: Den Muskeln. Bl\u00f6d! Und unerw\u00fcnscht. Spezifisch nur die Fettp\u00f6lsterchen loszuwerden ist beim Fasten nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Eine weitere Nebenwirkung des Fastens k\u00f6nnen <strong>M\u00fcdigkeit<\/strong>, <strong>Kopfschmerzen<\/strong> und <strong>schlechtere Konzentrationsf\u00e4higkeit<\/strong> sein. Daher vielleicht besser nicht in stressigen Jobphasen in asketische Phasen starten.<\/p>\n<p><strong>Wie nun loslegen?<\/strong><\/p>\n<p>Sinnvollerweise gliedert sich das Fasten in ein <strong>Gesamtkonzept<\/strong>. Um die K\u00f6rperwahrnehmung zu st\u00e4rken, ist ein gewisses Ma\u00df an <strong>Bewegung<\/strong> unverzichtbar. Am besten ohne gro\u00dfe Ambitionen und ander frischen Luft. Auch <strong>Entspannungsmethoden<\/strong> lassen sich prima im Rahmen einer Fastenkur in den Alltag integrieren (am besten nat\u00fcrlich dauerhaft). Solche Gedanken sollte man sich vorab schon machen.<\/p>\n<p>Die Wahl der Fastenmethode ist dann Geschmackssache&#8230; Was erlaubt ist, h\u00e4ngt einzig und allein von einem selber ab. Und welches Konzept man w\u00e4hlt. Selbst Abweichungen entscheidet man f\u00fcr sich selber. Denn die ganze Fasten-Aktion ist nur f\u00fcr das eigene Wohl gemacht. Man kann sich nat\u00fcrlich auch an ein bestimmtes <strong>Fastenprinzip<\/strong> halten: <strong>Buchinger<\/strong>, <strong>Hildegard von Bingen<\/strong>, <strong>F.X.Mayr<\/strong>&#8230;.diese sogenannten <em><strong>sanften <\/strong><\/em>Fastenmethoden sind in der Regel nebenwirkungs\u00e4rmer, da sie noch bestimmte Lebensmittel zulassen. Das kann sich auch positiv auf das Durchhalteverm\u00f6gen auswirken.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Vor Beginn meiner Recherchen zu diesem Artikel war ich noch felsenfest der \u00dcberzeugung, hier mein eigenes Fastenvorhaben umschweifend anzuk\u00fcndigen und darzustellen. W\u00e4hrend des ganzen Schreiberei, habe ich jedoch irgendwie die Lust am Fasten verloren. Ja. So schnell kann das gehen. Es w\u00fcrde auch nicht gut in meine Vorbereitungen f\u00fcr die beiden halben Marathone Ende M\u00e4rz und Anfang April passen. Ohnehin glaube ich, mir fehlt die Motivation, auf irgendetwas g\u00e4nzlich zu verzichten. Vielleicht reduziere ich ja nur ein bi\u00dfchen. Dinge, die sich im Alltag ohnehin nicht sonderlich bew\u00e4hrt haben wie S\u00fc\u00dfigkeiten und Energy-Drinks und der st\u00fcndliche Blick aufs Smartphone.<\/p>\n<p>In \u00c4thiopien wird das Fasten \u00fcbrigens das ganze Jahr \u00fcber praktiziert, an jedem Mittwoch und Freitag ist \u201eFasting Day\u201c. Dann d\u00fcrfen keine tierischen Lebensmittel verzehrt werden, ausschlie\u00dflich Fisch. Finde ich ein super Prinzip! An zwei Tagen der Woche eine andere Ern\u00e4hrung umsetzen scheint mir besser durchzuhalten als 40 Tage am St\u00fcck.<\/p>\n<p>In diesem Sinne, enthaltsame Gr\u00fc\u00dfe,<\/p>\n<p>Eure Maike<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fasten: Morgen ist Aschermittwoch, der klassische Beginn der Fastenzeit. F\u00fcr viele ein Grund und Anlass, sich von unliebsamen Gewohnheiten und Eigenschaften zu trennen. 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